Betroffen sind Perserkatzen und Rassen in die Perserkatzen eingekreuzt werden. Also z.B. auch die Britisch Kurzhaarkatze, Exotic Shorthair, Ragdoll, Selkirk Rex, Maine Coon, Norwegische Waldkatze.

Um auf PKD zu testen steht ein Gentest für Perserkatzen und Persermischlinge zur Verfügung. Es sollen 38 % der Perser von PKD betroffen sein. Der Test erfasst das PKD1-Gen, das Ergebnis ist entweder PKD-1 negativ, PKD-1 heterozygot (Vererbung zu 50%) oder PKD-1 homozygot (100% Vererbung).

Möglich ist auch ein Nieren-Ultraschall ab der 6. bis 8. Lebenswoche, aber weil sich die Krankheit erst allmählich entwickelt, ist ein Ausschluss der PKD erst im höheren Lebensalter sicher. Bei einem Nierenultraschall im Lebensalter von vier Monaten spricht man von 75%iger Sicherheit, ab dem achten Lebensmonat kann man von 91% Sicherheit sprechen. Für den Ultraschall wird ein Stückchen Fell am Bauch rasiert damit der Schallkopf ein einwandfreies Bild liefern kann.

PKD ist nicht nur angeboren sondern es wird auch vererbt, daher sollte man mit positiv getesteten Tieren nicht züchten.

Normalerweise stellt sich die Niere auf dem Ultraschallbild als graue körnige Substanz dar. Wenn eine Zyste vorhanden ist, sieht man sie als schwarzen Fleck. Diese Zyste ist ein Hohlraum der mit Flüssigkeit (Urin) gefüllt ist. Die Zysten können sich vermehren und somit das gesunde Nierengewebe verdrängen und zerstören.

Nierenerkrankungen bemerkt man leider erst spät, wenn ca. 70% der Nierenfunktion schon beeinträchtigt ist. Dies ist auch nicht mehr zu beheben. Zudem können sich Zysten in der Leber und der Bauchspeicheldrüse ansiedeln. PKD kann auch im Laufe des Lebens erworben werden, wenn die Nierenkanälchen verstopfen und sich dort Flüssigkeit ansammelt, entstehen ebenfalls Zysten.

PKD ist NICHT ansteckend. PKD wird wie eine CNI (chronische Niereninsuffizienz) oder auch ANI (akute Niereninsuffizienz) behandelt, eine Heilung gibt es nicht, man kann nur die Symptome behandeln. Das Tier braucht gegebenenfalls (wenn es die Blutwerte aussagen) eine nierenschonende Diät mit reduziertem Phosphorgehalt (Nierenschonkost) und evtl. ein Medikament (zum Beispiel Ipakitine) das die Giftstoffe im Körper bindet. Ausserdem sollte die Katze genügend trinken, oft hilft es mehrere Trinknäpfe oder Trinkbrunnen aufzustellen. Es kann zu vermehrtem Durst (Polydipsie) und vermehrtem Harnabsatz (Polyurie) kommen, ausserdem zu Erbrechen (Vomitus), herabgesetztem Appetit und gestörtem Allgemeinbefinden. Die Katze kann auch nach Urin riechen, aus dem Maul oder auch aus den Hautporen (urämischer Geruch). Infusionen zum Ausgleich des Flüssigkeitshaushaltes können nötig sein. Regelmässige Blutkontrollen der Nierenwerte sind nötig.