Die Preise sind je nach Rasse unterschiedlich, seltene Rassen wie Bengalen oder Egyptian Mau sind einfach teurer wie Kätzchen der gängigen Rassen. Und aus welchen Gründen auch immer, in Deutschland scheint es ein Nord/Süd-Gefälle der Preise zu geben, der Süden ist teurer. Um eine Hausnummer zu nennen: mit 500 - 700 Euro müssen Sie im Schnitt rechnen.

Das hört sich jetzt erst einmal ziemlich viel an, und so mancher meint, dass Züchter sich damit eine goldene Nase verdienen. Ja, das kann sein (s. Kap. "Geht´s auch billiger?"), aber dann auf Kosten der Katzen! Wenn ein Züchter sich richtig um seine Tiere kümmert und auch Wert auf Gesundheit legt, verdient er keine Reichtümer mit der Katzenzucht, sondern hat eher ein teures Hobby.

Machen wir einmal eine einfache Rechnung auf, am Beispiel einer Zuchtkätzin:

Die Zuchtkätzin unseres Beispiels hat die erlaubten 3 Würfe in 2 Jahren, und wird vielleicht 4 Jahre in der Zucht eingesetzt. Damit wird sie insgesamt 6 Würfe haben, nehmen wir im Schnitt mal 4 Kitten pro Wurf an. Also wird sie insgesamt 24 Kitten haben.

Das gibt eine schöne Rechnung auf der Einnahmen-Seite:    24 x 500 Euro
Hört sich super an, nicht?           
= 12.000 Euro
Der Preis der Zuchtkatze betrug:    = 1.500 Euro
Und nun ziehen wir aber gleich noch die 3 totgeborenen Kitten bzw. die es nicht geschafft haben, ab:    = 1.500 Euro
Schon sind es nur noch:    = 9.000 Euro
der jährliche Herz-Ultraschall bis zum Alter von 10 Jahren à 110 Euro = 1.100 Euro
noch die Decktaxe à 300 Euro für 6 Würfe
(ein eigener Deckkater wäre auch nicht billiger)
= 1.800 Euro

dann das Futter: gehen wir mal davon aus, die Kätzin wird 12 Jahre alt (und sicher ist das nicht zu hoch geschätzt, hoffentlich wird sie älter).
Pro Monat fallen ca. 40 Euro für Futter und Streu an, das ist schon knapp geschätzt.

= 5.760 Euro
bleibt übrig: =

340 Euro

 

Jetzt haben wir aber immer noch keine jährlichen Impfungen berechnet, und an Gesundheitsvorsorge nur den Herz-Ultraschall. Noch kein PKD-Test, keine HD-Untersuchung, und auch kein einziges Spielzeug. Grössere Krankheiten sind auch noch nicht mit berücksichtigt, und es gab keine Komplikationen wie Kaiserschnitt u.ä.

Und die Kitten selbst haben auch bisher weder etwas gefressen, noch sind sie geimpft. Ich glaube, an der Stelle kann ich die Beispielrechnung abbrechen........

Die Zeitaufwände für die durchgemachten Nächte mit gebärenden Katzenmamis, die Pflege kranker Katzenkinder, nicht mögliche Urlaube, Kosten für Ausstellungsbesuche usw. mag ich hier gar nicht anführen, sagen wir dazu einfach mal: es ist ja schliesslich ein Hobby, dafür muss man auch Opfer bringen, nicht wahr?

Und wenn Sie sich dass dann mal in Summe durch den Kopf gehen lassen: sind dann 500 - 700 Euro wirklich zu teuer für ein Kitten?

Weiterlesen....Geht´s auch billiger ?

 

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