Sie stehen nun an dem Punkt, dass sie ungefähr wissen, welche Rasse für Sie die Richtige ist, und über Webpages, Züchterverzeichnisse oder Inserate haben Sie in Frage kommende Züchter gefunden. Nun werden Sie per Email oder Anruf den ersten Kontakt herstellen.

Es gibt eine Eröffnungsfrage, mit der Sie sich bei jedem ernsthaften Züchter gleich mit dem ersten Satz ins Abseits schiessen können: "Was kostet die Katze?".

Wenn Sie ihr Interesse an einem Kitten in erster Linie mit der Frage nach dem Preis zeigen, ist dieses der schlechteste Start, den Sie sich denken können. Ein Züchter kann von Ihnen erwarten, dass Sie sich über die ungefähre Höhe des Preises eines Rassekittens informiert haben, auf vielen Züchterseiten im Web wird auch der Preis gleich mit angegeben.

Wenn ein Kitten liebevoll und optimal aufgezogen wird und der Züchter mit Herzblut an seinen Tieren hängt, möchte er gerne das bestmögliche Zuhause für seine Kitten finden. Deswegen erwartet er von Ihnen, dass Sie sich in erster Linie für das Tier selbst interessieren. Ganz ehrlich, ein bisschen hat das Verfahren schon etwas Ähnlichkeit mit einer Bewerbung um eine Stelle. Sie bewerben sich ja aber auch um einen Lebensplatz für ein Kätzchen.

Beginnen Sie deswegen das Gespräch lieber mit folgenden Inhalten:

  • Wie sind Sie auf den Züchter / das Kitten aufmerksam geworden?
  • Warum spricht Sie genau dieses Kitten / dieser Wurf an?
  • Beschreiben Sie ein bisschen die Umgebung, in die das Tier kommen wird: sind weitere Tiere im Haushalt, Kinder vorhanden, warum denken Sie, dass Sie ein gutes Zuhause bieten können.
  • Stellen Sie ruhig gleich Fragen, z.B. zum Wesen der Wunschkatze, zur Gesundheitsvorsorge.
  • Fragen Sie nach Besuchsmöglichkeiten

und am Ende können Sie nachfragen, ob der Züchter sich mit dem Preis im üblichen Rahmen bewegt.

Gestehen Sie dem Züchter zu, dass er Sie ein bisschen ausfragt. Natürlich muss er nicht wissen, was auf Ihrer Gehaltsabrechnung steht, aber Sie müssen dem Züchter auch den Eindruck vermitteln, dass Sie "sein" Kitten nicht nur in guten Tagen mögen, sondern auch in der Lage sind, die notwendigen Ausgaben für einen guten Unterhalt, Kastration, regelmässiges Impfen und auch im Krankheitsfall notwendige Tierarzt-Rechnungen zu tragen.

Es gibt einen weiteren Grund, warum der Züchter Sie auch genau befragen wird: die meisten der Vermehrer und Schwarzzüchter haben keine Zuchterlaubnis für ihre Tiere, sondern sie wurden als Liebhabertiere gekauft. Der Züchter hätte seine Tiere wahrscheinlich nie in Hände gegeben, in denen sie als Gebärmaschinen missbraucht werden. Aber diesen Käufern steht es nicht auf die Stirn geschrieben, was sie mit den Tieren vorhaben. Mancher Züchter ist hier schon gutgläubig hereingefallen oder kennt Züchterkollegen, die mit unseriösen Kittenkäufern zu tun hatten. Daher muss man etwas Verständnis dafür haben, wenn ein Züchter genau nachhakt und nachfragt.

Genauso dürfen auch Sie den Züchter gründlich ausfragen zu seiner Zucht. Er wird Ihnen bereitwillig Auskunft geben zu allen Dingen, die seine Katzenzucht betreffen.

Übrigens: engagierte und gewissenhafte Züchter möchten meistens gerne den Kontakt zu "ihren" Kitten halten. Das heisst nun nicht, dass der Züchter wöchentlich mit Ihnen telefoniert oder zum Kaffee vorbeikommt, sondern dass er sich freut, wenn Sie alle paar Monate vielleicht mal ein paar Bilderchen schicken, und berichten, wie es der Katze so geht.

Der Züchter wird Ihnen übrigens auch immer bei Fragen rund um die Katze zur Verfügung stehen, auch bei Krankheiten. Gut wäre es auch, wenn Sie ihm später bei Krankheiten Feedback geben, denn der Züchter ist auch auf Ihre Informationen angewiesen, um die Gesundheit seiner Linien zu hinterfragen.

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