Ja, natürlich geht es auch billiger........aber auch das hat seinen Preis.

Oft werden Katzen ohne Stammbaum billiger verkauft, und behauptet, man tut genauso alles für die Katzen wie ein Züchter, nur eben ohne den "teuren" Stammbaum. Dieses Argument zeigt aber schon, mit wem man es zu tun hat. Der Stammbaum selbst kostet nämlich zwischen 20 und 30 Euro und rechtfertigt keinesfalls einen Preisunterschied von mehreren 100 Euro zu einer Katze mit Stammbaum.

Billiger wird es nur, wenn ein Züchter oder Vermehrer an anderen Ecken spart. Und das kann er entweder an der Gesundheitsvorsorge, oder an den Zuchttieren. Die Elterntiere müssen regelmässig untersucht und auf Erbkrankheiten getestet werden. Ein jährlicher Ultraschall zur Vermeidung von HCM ist Pflicht, genauso wie regelmässige Impfungen. Auch die Kitten müssen vor Abgabe durchgeimpft sein. Wird hier gespart, weiss man nicht, welches "Überraschungspaket" in Sachen Gesundheit oder genauer gesagt Krankheit man sich einfängt.

Hochwertiges Futter kostet seinen Preis, und auch das ist ein beliebtes "Einsparpotenzial". Aber besonders Zuchttiere brauchen eine hochwertige Ernährung, gerade die Mütter sind mit der Kittenaufzucht auch erhöhten Belastungen ausgesetzt. Hochwertiges Katzenstreu, Spielzeug usw. sind weitere Punkte, an denen man sparen kann.......

Am Besten aber kann man einen niedrigen Preis halten, indem man einfach die Katze so oft wie möglich Nachwuchs bekommen lässt. Das bringt mehr Geld über die Kitten ein, also relativieren sich die Kosten für die Zuchtkatze. Tja, dass die Arme dann leider nach wenigen Jahren "verbraucht" ist, macht ja nichts, oder? Hauptsache, die Kitten waren günstig!

Gehen Sie einfach davon aus: keiner, egal ob Züchter oder Vermehrer, verkauft seine Tiere so, dass er dabei grössere Summen drauflegt. Egal, wie idealistisch er ist. Eine gewisse medizinische Betreuung, Gesundheitsvorsorge, angemessene Ernährung und Pflege kosten einfach Geld. Deswegen liegen die Kittenpreise nun einmal bei ca. 500 € aufwärts. Werden die Kitten billiger angeboten, legt der Vermehrer trotzdem nicht drauf. Das heisst im Umkehrschluss, er hat an entscheidenden Stellen gespart, und zwar immer auf Kosten des Tieres. Das sollte man nicht unterstützen.

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