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Bitte beachten Sie auch unser letztes Kapitel "Risiken und Nebenwirkungen". Nicht jeder Züchter ist erfreut, wenn Sie detaillierte Fragen stellen!

Wir möchten Sie auch darauf hinweisen, dass Sie nicht überall auf offene Türen stossen werden, wenn Sie nach unseren Ratschlägen vorgehen. Es kann Ihnen durchaus passieren, dass Sie genau dann als Kitten-Interessent vom Züchter abgewiesen werden.

Folgende Reaktionen sind uns bisher bekannt:

Sie werden für einen Schwarzzüchter gehalten

Das kann passieren, weil der Züchter aufgrund ihrer Nachfragen Kenntnisse bei Ihnen vermutet, die er nur bei Züchterkollegen bzw. Schwarzzüchtern erwartet. Über diesen Fall kann und sollte man reden, denn es spricht ja sehr für den Züchter, dass er bei der Auswahl für das neue Zuhause seiner Kitten sehr vorsichtig vorgeht. Bitte haben Sie in diesem Fall Verständnis für den Züchter, denn es gibt leider wirklich viele Schwarzzüchter, die sich als "harmlose" Liebhaber ausgeben. Und je nachdem, ob der Züchter vielleicht sogar schon einmal auf so einen vermeintlichen Liebhaber hereingefallen ist, wird er entsprechend ablehnend reagieren. Ist es für Sie erkennbar, dass der Züchter aus diesem Grunde Bedenken hat, weisen Sie ihn bitte auf diese Webseite hin, damit er nachvollziehen kann, wo Sie sich informiert haben. Um dem Züchter ein sicheres Gefühl zu geben, können Sie auch bestimmte Klauseln im Kaufvertrag vorschlagen, z.B. eine Konventionalstrafe in schmerzhafter Höhe, wenn Sie bis Tag xx.xx.xxxx das Kitten nicht kastriert haben. Da Sie als seriöser Käufer das Kitten sowieso kastrieren werden, stört Sie die Höhe der möglichen Strafe nicht, da Sie den Vertrag ja genau so erfüllen werden. Eine weitere Möglichkeit ist die Frühkastration. Es gibt inzwischen immer mehr Züchter, die ihre Kitten bereits frühkastriert abgeben, damit sie auf gar keinen Fall in einer Schwarzzucht landen.

Der Züchter ist pikiert, weil Sie kein blindes Vertrauen zu ihm haben

Das ist ein schwierigerer Fall..... Die Züchter erwarten von Ihnen, dass Sie sehr viel von den zukünftigen Lebensumständen des Kittens erzählen, denn es kommt (berechtigt!) das Argument, dass man dem Käufer ja nur vor den Kopf schauen kann, nicht in den Kopf hinein. So weit, so gut. Und der Züchter erwartet von Ihnen, dass Sie nicht beim "billigen" Schwarzzüchter oder Schmuddelzüchter kaufen, sondern bewusst mehr Geld für eine Rassekatze vom seriösen Züchter ausgeben. Und nun sollen Sie aber blindes Vertrauen zum Züchter haben, und nicht nachfragen dürfen, ober er auch genau die Dinge einhält, die einen guten Züchter von dem Rest unterscheidet. Auch Sie können dem Züchter doch nur vor den Kopf schauen, und nicht jeder Schwarz- oder Schmuddelzüchter läuft mit einem entsprechenden Aufkleber auf der Stirn herum. Deswegen empfinden wir es als unfair, um nicht zu sagen arrogant, wenn Ihnen der Züchter diese Fragemöglichkeiten nicht geben will. Eine andere Möglichkeit ist, dass er wirklich Probleme damit hat, Ihre Fragen zufriedenstellend zu beantworten, und daher lieber gleich abwehrend reagiert. Wenn Sie beim Gespräch merken, dass die Entwicklung in diese Schiene läuft, dann müssen Sie leider selbst bewerten, ob dies der richtige Züchter für Sie sein könnte. Sie haben es selbst in der Hand, dann mit Ihren Fragen zurück zu stecken, und sich nur auf ein oberflächlicheres Gespräch einzulassen.

 

"Zeige einem schlauen Menschen einen Fehler und er wird sich bedanken.
  Zeige einem dummen Menschen einen Fehler und er wird dich beleidigen."

Laotse, 553 v. Chr.

Interessant sind oft die abwiegelnden Reaktionen von Züchtern, wenn beim Züchterbesuch das Thema "Gesundheit" und vorbeugende Tests (insbesondere HCM) angesprochen werden. Wir haben hier einmal einige vorgekommene Reaktionen und unsere Einordnung dieser Reaktionen aufgeschrieben. Es handelt sich hier keineswegs um fiktive Reaktionen, sondern die Äusserungen wurden entweder uns selbst gegenüber gemacht, oder wir wurden von Kitteninteressenten gefragt, wie sie denn diese Äusserung des Züchters einordnen sollen.

Diese Rubrik wird immer wieder um Beiträge erweitert werden.

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zum HCM-Gentest bei Maine Coon

Reaktion:

<< Der Gentest sagt Ihnen nichts aus. Es ist ein Gen von 11 Genen das getestet wird und selbst wenn ein Tier Gen-Negativ ist, kann es mit einem, zwei oder drei Jahren erkranken, weil auf einem anderen Gen HCM ausbricht.>>
(als Begründung, warum der Gentest nicht durchgeführt wird)

unsere Einschätzung:
Richtig ist, dass HCM immer noch auf einem anderen Gen ausbrechen kann. Aber die Aussage" 1 von 11 Genen" ist schon mal falsch, es sind mehr als 100 auslösende Gene. Soweit mal zur Fachkunde des Züchters.
Aus diesem Grunde geht es bei dem Test auch weniger um die negativ getesteten Tiere.  Es geht darum, zu erkennen, ob ein Tier im Gentest positiv ist, weil es dann erkranken wird bzw. die Krankheit weitervererbt . Und das sagt natürlich schon etwas aus. Es ist eine faule Ausrede, nicht testen zu wollen, weil das negative Ergebnis keine Garantie für die Zukunft ist.  Das positive Ergebnis ist der Punkt, auf den es ankommt. Oder gehen Sie erst zur Vorsorgeuntersuchung, wenn garantiert ist, dass sie bei einem negativen Ergebnis nie an Krebs erkranken werden?


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Reaktion:

<< Ich habe, wie die meisten Züchter auch, mehrere mischerbige Tiere und das ist auch gut so, sonst werden bestimmte Linien reduziert, und der Genpool wird noch enger, denn durch Inzucht kommt ein schlechtes Immunsystem und damit viele andere Krankheiten, an denen eine Katze sterben kann. Das finde ich viel schlimmer, als diese HCM-Hysterie .>>
(ein beliebtes Argument, wenn mit mischerbigen Tieren weitergezüchtet wird)

unsere Einschätzung:
Natürlich führt Inzucht zu Problemen und soll keinesfalls betrieben werden, das ist richtig. Aber: es ist keineswegs so, dass es so wenige Coonie-Linien gibt, dass man Inzucht betreiben müsste um mit Gentest-negativen Tieren zu züchten. Es ist nur so, dass einige bekannte und in vielen Stammbäumen vertretenen Linien immer wieder durch positive und heterozygote Testergebnisse auffallen (und auch konkrete HCM-Fälle!) und nun die Züchter, die mit diesen Linien arbeiten, nicht bereit sind, Konsequenzen daraus zu ziehen. Was macht man, wenn man etwas partout nicht einsehen möchte? Man sucht Ausweichstrategien, um sich das eigene Handeln schön zu reden.

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Reaktion:

<< Ältere Kastraten die aber pos. getestet wurden, erfreuen sich bester Gesundheit, dafür erkrankten aber viele neg. getestete Tiere an HCM.  Deswegen ist der Gentest sinnlos. >>
(ein weiteres Argument, warum der Gentest nicht gemacht wird)

unsere Einschätzung:
Die Aussagen sind richtig, aber der Gentest ist trotzdem nicht sinnlos. Die älteren Kastraten können durchaus noch an HCM erkranken, und noch wichtiger: haben sie Nachkommen gezeugt, die bereits an HCM erkrankt / verstorben sind? Es ist sehr wahrscheinlich, dass dies der Fall ist, wenn sie in der Zucht eingesetzt wurden. Es ist ein Lotteriespiel mit dem Leben der Tiere, dass man unserer Meinung nach um jeden Preis vermeiden sollte.
Auch die Aussage, dass negativ getestete Tiere an HCM erkranken, ist richtig. Der Gentest kann heute 1 auslösendes Gen erkennen, es wird vermutet, dass es über 100 auslösende Gene gibt. Daher ist ein negativer Gentest noch keine definitive Aussage, ein positiver Gentest aber sehr wohl.  (s. auch Antwort zu ersten Frage)

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Reaktion:

<< Der Gentest liefert falsche Ergebnisse. Ich habe falsche Ergebnisse erhalten. >>
(ein weiteres Argument, warum der Gentest nicht - mehr - gemacht wird)

unsere Einschätzung:
Wo Menschen arbeiten, können Fehler entstehen. Bei jedem medizinischen Test wird man einen Fall finden können, in dem das Testergebnis aus irgend welchen Gründen falsch war.
Beim HCM-Gentest kommt dazu, dass es 2 Möglichkeiten gibt: den Test per Blutprobe, der durch den notwendigen TA-Besuch teuerer ist, aber auch zuverlässiger. Und den einfachen Test per Speichelprobe, den der Züchter selbst vornehmen kann. Allerdings ist der Test nicht so zuverlässig, da u.U. nicht genügend Genmaterial für den Test vorliegt, bei mehreren gleichzeitigen Tests können unbeabsichtigt die Teststäbchen vertauscht werden, usw. Der Test ist billiger, aber unsicherer. Da kann es durchaus zu falschen Ergebnissen kommen. Wenn also solche Aussagen kommen, müsste man zuerst mal nachfragen, wie den überhaupt der Test durchgeführt wurde. Komischerweise hört man von Züchtern, die den Test durchführen und die auf die Ergebnisse reagieren, nichts davon, dass der Test nicht zuverlässig sei. Dieses Argument kommt immer nur von Züchtern, die mit positiven und mischerbigen Tieren unbedingt weiter züchten wollen.

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zu Tests allgemein

Reaktion:

<< Ich halte nichts von dieser Testerei. >>
(Begründung, warum nicht auf HCM geschallt wird, auf PKD getestet usw.)

unsere Einschätzung:
Nun ja, wo ist hier nun die Begründung? Wir können auch behaupten, die Erde ist eine Scheibe, auch wenn es wissenschaftlich inzwischen widerlegt ist. Auf diesem Niveau einfach nicht diskutierbar.......

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Reaktion:

<< Das sieht man doch, dass meine Katzen gesund sind! >>
(eine weitere Begründung, warum Tests überflüssig sind)

unsere Einschätzung:
Seit wann kann man Erbkrankheiten einem Tier ansehen? Die Katzen mögen ja gesund aussehen, aber ob sie es sind? Es gibt 2 Möglichkeiten: entweder der Züchter hat absolut keine Ahnung von Katzenkrankheiten und Vorsorge, oder er weiss es und testet trotzdem nicht. Beide Möglichkeiten sprechen nicht für den Züchter........

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Reaktion:

<< Ich züchte schon (xx) Jahre und noch nie hat es einen Sterbensfall deswegen gegeben >>
(eine weitere Begründung, warum Tests überflüssig sind)

unsere Einschätzung:
Theoretisch ist das durchaus möglich. Aber welche Gewähr habe ich als Käufer, dass diese Aussage stimmt? Und wenn ein Züchter das behauptet:  Es gibt keine Cattery auf der Welt, bei der alle Nachkommen steinalt werden. Wurden alle vorzeitig verstorbenen Tiere obduziert, um die Todesursache zu erkennen? Weiss der Züchter überhaupt, was aus allen seinen Tieren und deren Nachfahren geworden ist? Sonst kann er so eine Aussage eigentlich gar nicht treffen. Es bestehen also durchaus berechtigte Zweifel an dieser Aussage.

Weiterlesen....Aus Mitleid kaufen?

"Mitleidskäufe" sind ein schwieriges Thema.......

Sie waren bei einem "Züchter", und haben dort sehr schlechte Zustände angetroffen? Kranke, schlecht versorgte Tiere, und die Kitten haben Sie Mitleid erregend angesehen? Am Liebsten hätten Sie alle eingepackt und mitgenommen? Und Sie überlegen nun, ob Sie wenigstens einem dieser armen Würmchen ein gutes Zuhause geben?

Tun Sie es nicht ..........

Das hört sich jetzt hart an. Aber für jedes dieser Tiere, dass Sie dort freikaufen, wird mindestens ein weiteres nachrücken. Sie bestärken damit genau dieses Verhalten, und verursachen dadurch noch mehr Leid, auch wenn Sie es gut meinen.

Und wenn Sie bereits weitere Katzen zuhause haben, tragen Sie auch für diese die Verantwortung: aus solchen Beständen können Sie sich schwerwiegende Krankheiten einfangen, die lebensbedrohlich für Ihre Tiere sind und nicht zuletzt hohe Tierarztkosten verursachen können. Als Beispiel können Sie sich hierzu einmal Buffy´s Tagebuch ansehen .

Sie sollten aber auch nicht wegsehen und den Mißstand auf sich beruhen lassen. Wenden Sie sich an den örtlichen Tierschutzverein oder an den Amtstierarzt. Beide kennen solche Situationen, haben mehr Erfahrung im Umgang damit und können etwas für alle Tiere dort tun.

Weiterlesen....Risiken und Nebenwirkungen

Wenn das erste Beschnuppern mit dem Züchter erfolgreich abgeschlossen ist, möchte man natürlich sein Wunschkätzchen besuchen undsich persönlich einen Eindruck von dem Tier, der Umgebung und dem Züchter machen. Genauso möchte der Züchter sich nun ein persönliches Bild von Ihnen machen.

Es gibt eine Grundregel für Besuche in einer Cattery, bitte beachten Sie das bei ihrer Terminvereinbarung: nur eine Cattery pro Tag besuchen!

Der Grund ist einfach, dass es selbstverständlich in jeder Cattery Keime und Bakterien gibt. Das ist ganz normal und macht auch nichts. In anderen Catterys gibt es aber andere Stämme von Keimen und Bakterien, die bei Übertragung durchaus Auswirkungen haben können. Dies kann besonders für Kitten gefährlich werden, da ihr Immunsystem erst im Aufbau ist.

Grundsätzlich gilt: zuerst einen Termin vereinbaren, und nicht einfach ohne Vorankündigung auf der Matte stehen. Und seien Sie bitte bei der Terminvereinbarung etwas flexibel, denn Züchter sind auch nur Menschen und haben ein Privatleben wie Sie auch. Gehen Sie nur zu Züchterbesuchen, wenn Sie wirkliches Interesse an der Rasse haben und den Kauf eines Kittens planen. Sollten Sie sich nur allgemein über die Rasse informieren wollen ohne Kaufabsichten, sollten Sie dies dem Züchter auch sagen. Bei vielen Züchtern sind sie auch bei Interesse aber ohne konkrete Kaufabsichten ebenfalls willkommen. Mit offenen Karten spielen gehört einfach zum fairen Umgang miteinander, und es dürfte verständlich sein, dass ein Züchter seine Sonntagnachmittage vielleicht nicht am liebsten mit Katzentouristen verbringt, die nur aus Langeweile einmal zum "Katzen-gucken" mit Kaffeetrinken gehen. Zum guten Ton gehört es auch, dass man einen Termin absagt, wenn man verhindert ist oder z.B. schon woanders ein Kitten gefunden hat. Wenn Sie sich persönlich nicht trauen, dann schicken sie eben ein Email, aber der Züchter weiss dann wenigstens Bescheid. Das sollte alles selbstverständlich sein, aber leider hört man oft Gegenteiliges von Züchtern.

Vor Besuch in einer Cattery wäre es ganz gut, wenn Sie sich zuhause in Ruhe eine Liste mit Ihren Fragen machen. Gerade beim Kittenknuddeln vor Ort vergisst man dann doch das eine oder andere, was man noch ergänzend Fragen wollte.

Wenn Sie nun beim Züchter eintreffen, gibt es einige Punkte, auf die Sie achten sollten:

  • Sind die Katzen sauber und gepflegt?
  • Sind die Katzen zutraulich?
  • Können Sie alle Tiere sehen?
  • Können Sie die Elterntiere der Kitten sehen?
  • Sind die Tiere in die Familie integriert und menschenbezogen (Käfighaltung ist ein absolutes Ausschluss-Kriterium!)
  • Beantwortet der Züchter alle Ihre Fragen aufgeschlossen?


Diese Fragen sollten Sie alle mit "Ja" beantworten können. Es spielt keine Rolle, ob der Züchter in einem Altbau oder Neubau wohnt oder Fusseln unter dem Bett hat, aber es ist sehr wichtig, das die Katzen alle einen zutraulichen, gesunden und gepflegten Eindruck machen. Ist dies nicht der Fall, sollten Sie sofort umdrehen........

Spätestens beim Besuch sollten Sie nun genau abklären, was genau der Züchter in Punkto Gesundheitsvorsorge tut. Idealerweise wird er Ihnen das sowieso unaufgefordert erzählen, und Sie aufklären über das Thema. Wenn der Züchter hier ausweichend reagiert, oder abwiegelt, z.B. er hält nichts vom HCM-Schallen, oder Sprüche wie "Man sieht doch, das meine Katzen gesund sind!" als einzige Argument gegen Test äussert, dann sind Sie hier auch nicht in guten Händen. Der Züchter hat sich dann noch nicht mit der Materie beschäftigt und ist ziemlich ignorant. Keine gute Empfehlung! Diese Sprüche sind übrigens keine konstruierten Beispiele, sondern wurden uns genau so von Kitteninteressenten berichtet.

Grundsätzlich sind folgende Impfungen zu erwarten (Grundimmunisierung, 2x geimpft bis zur Abgabe) :

  • Katzenschnupfen / Calici
  • Katzenseuche

Es gibt noch einige weitere Impfungen:

  • Tollwutimpfung:
    Diese Impfung wird erst später gemacht und ist nicht in der Grundimmunisierung enthalten
  • Chlamydien:
    ist eine optionale Impfung zusätzlich zur Grundimmunisierung, die allerdings etwas umstritten ist hinsichtlich ihrer Wirkung
  • Leukose:
    Diese Impfung wird meistens nicht vor der 16. Woche gemacht, d.h. ein Kitten hat die Impfung üblicherweise nicht. Auch diese Impfung ist Ansichtssache.
  • FIP-Impfung:
    Diese Impfung wird evtl. schon sehr früh gemacht. Auch hier streiten sich die Experten um Nutzen oder Schaden. Manche Experten sind der Ansicht, dass die FIP-Impfung die Corona-        Viren aktiviert und dadurch das Entstehen der FIP-Mutation begünstigt.

Ausserdem sind die Kitten bei der Abgabe mehrfacht entwurmt.

Der Züchter sollte regelmässig auf HCM schallen, bei Maine Coons den Gentest mit Ergenis N/N für die Zuchttiere gemacht haben. Auf PKD sollte ebenfalls geschallt sein, genauso HD geröntgt.
Der Bestand des Züchters sollte auf FIV und FeLV negativ getestet sein, es sollte auch keine Anzeichen von Pilz (z.B. kahle Stellen im Fell, häufiges Kratzen) geben.

Die Kitten sollten frühestens mit 12 Wochen abgegeben werden, manche Züchter geben auch erst mit 14 - 16 Wochen ab. Natürlich sind kleine Kitten süss, je kleiner, desto niedlicher. Aber ebenso wie Menschenkinder brauchen auch Kitten ihre Mama für eine bestimmte Zeit. Besonders in den ersten 12 Wochen lernt das Kitten das gesammte Sozialverhalten, und auch Dinge wie auf Klöchen gehen. Sie tun sich und dem Kitten keinen Gefallen, wenn es zu früh von der Mutter getrennt wird. Aber wie gesagt, ein guter Züchter wird Ihnen niemals ein Kitten vor der 12. Woche übergeben.

Üblich ist auch, dass der Züchter wenn irgend möglich das Kitten selbst in das neue Zuhause bringt uns sich vor Ort noch davon überzeugt, dass "sein" Kitten wirklich einen guten Lebensplatz gefunden hat.

Letzten Endes ist die Kaufentscheidung bei einem bestimmten Züchter eine Vertrauenssache auf beiden Seiten. Der Züchter hat Ihnen einen vertrauenserweckenden Eindruck gemacht und Sie überzeugt, dass er ein seriöser Züchter ist, und Sie haben den Züchter überzeugt, dass Sie das passende Heim für sein Kitten bieten. Ein bisschen spielt da auch eine persönliche Sympathie / Antipathie eine Rolle, den menschlichen Faktor kann man nicht rational ausschliessen. Beide Seiten sind auch nur Menschen, und jeder kann auch einmal einen schlechten Tag erwischen.

Achten Sie darauf, dass Sie auf jeden Fall einen Kaufvertrag in schriftlicher Form erhalten. Im Kaufvertrag werden die beiderseitigen Rechte und Pflichten festgehalten, und ausser dem Kaufpreis auch die Höhe der Anzahlung festgelegt.  Üblicherweise steht auch darin, wie mit der Kastration zu verfahren ist. Einige Züchter geben inzwischen ihre Tiere nur noch frühkastriert ab, aus Sorge, dass ihre Kitten bei Vermehren landen könnten. Sind die Kitten nicht frühkastriert, steht im Kaufvertrag, bis wann die Kitten spätestens kastriert sein müssen. Bis dahin muss dem Züchter dann eine Kastrationsbescheinigung vorgelegt werden. Einige Züchter geben auch den Stammbaum erst nach Vorlage der Kastrationsbescheinigung heraus, aus der gleichen Besorgnis heraus.

In vielen Catterys wird das Kitten mit einem aktuellen Gesundheitszeugnis übergeben. Ein Tipp aber trotzdem: gehen Sie mit Ihrem Neuzugang gleich in den ersten Tagen zu einem Tierarzt Ihres Vertrauens und lassen sie das Kitten durchchecken. Wenn es später zu Problemen kommen sollte, sind sie damit auf der sichereren Seite.

Übrigens: richtig optimal ist es, wenn Sie die Wunsch-Cattery schon besuchen, wenn gerade kein Wurf da ist. Dann sind Sie weniger abgelenkt durch die niedlichen Kitten, und Ihr Urteilsvermögen ist ungetrübter.

Weiterlesen....Tests überflüssig !?!

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